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Hermannslauf


Allgemeine Eckdaten

Bezeichnung
Internationaler Hermannslauf

Ort
Bielefeld

Termin
Jedes Jahr am letzten Sonntag im April

Marschleistung
30,6 km durch hügeliges Gelände

Thematik
Lauf- und Wanderveranstaltung
Stecke führt entlang des Hermannsweges von Detmold nach Bielefeld

Teilnehmer
vorwiegend Läufer, aber auch Wanderer & Walker
Militärangehörige können auch mit Uniformtrageerlaubnis teilnehmen

Teilnehmerzahl
über 8.000 Teilnehmer aus diversen Nationen

Teilnahmegebühr
Die Startgebühr beträgt incl. Bustransfer (BI-DT) und Medaille:

25,- € bis zum ersten Anmeldeschluß (Ende Februar)
30,- € bis zum zweiten Anmeldeschluß (Ende März)
35,- € bis zum dritten Anmeldeschluß (am Freitag vor der Veranstaltung)

Zusätzlich kann man noch wählen:

3,- € für eine Ergebnisliste
3 ,- € für eine Urkunde
4,- € für Ergebnisliste und Urkunde
3,- € für die Miete des ChampionChip zur Zeiterfassung (25,- € Pfand)


Kontakt
Anschrift TSVE 1890 Bielefeld e.V.
Postfach 10 28 84
33528 Bielefeld
Telefon 0521 / 88 60 00
Fax 0521 / 3 29 25 45
E-Mail mail@hermannslauf.de
Geschäftszeiten Mo - Mi
Fr
18:00 - 20:00
10:00 - 12:00

Webadresse
http://www.hermannslauf.de

 

Weitere Informationen

Diese Veranstaltung wird von der Deutschen Bundeswehr nicht offiziell ausgeschrieben. Es ist jedoch problemlos möglich, sich beim zuständigen VBK eine Uniformtrageerlaubnis erteilen zu lassen, so daß man beim Hermannslauf auch im Feldanzug mitmarschieren kann.

Die Marschroute führt entlang des Hermannsweges vom Hermannsdenkmal in Detmold bis zur Sparrenburg in Bielefeld durch den Teutoburger Wald.

 

Historischer Hintergrund

Arminius (heute unter dem Namen "Hermann der Cherusker" bekannt) wurde zwischen 18 und 16 v. Chr. als Sproß des Ersten Cheruskischen Fürstengeschlechts geboren. Zu jener Zeit wurde in Rom die Romanisierungspolitik Germaniens eifrig vorangetrieben, so daß auch die Sippschaft des Arminius die Römische Staatsbürgerschaft mit allen Privilegien und Pflichten erhielt. Dies war zu jener Zeit die übliche Methode Roms, die kriegerischen Stämme Germaniens an das Römische Reich zu binden. Arminius diente als Praefectus in einer Auxiliar-Truppe des Römischen Heeres, wodurch ihm nicht nur die lateinische Sprache vertraut wurde, sondern auch die Funtionsweise der erfolgreichen Römischen Legionen, ihre Stärken und Schwächen. Im Jahre 7 n. Chr. kehrte Arminius in seine Heimat zurück, konnte die zerstrittenen germanischen Stämme einen und verbündete sie schließlich zu einer Gemeinschaft gegen die römische Fremdherrschaft.
Was nun folgte, war eine generalstabsmäßige Vorbereitung der angestrebten Entscheidungsschlacht: die Germanen zettelten immer wieder (fingierte) Rechtsstreitigkeiten an, welche dann von den römischen Besatzern geschlichtet wurde, wofür man (aber nur scheinbar) dankbar zeigte. Der oberbefehlshabende römische Legat in Germanien, Publius Quinctilius Varus, wurde so mit der Zeit dermaßen eingeschläfert, daß er zu vergessen schien, an der Spitze eines Heeres zu stehen, nicht an der eines Gerichtshofes. So ist es nicht weiter verwunderlich, daß dieser den erwarteten entscheidenen Fehler tätigte: Als sich die Römischen Legionen im Jahre 9 n. Chr. von der Weser in ihr Winterquartier nach Aliso an der Lippe begeben wollten, erreichte sie die (ebenfalls fingierte) Nachricht eines Aufstandes im Norden. Wie von Arminius erwartet, verließen die Legionen die gut ausgebaute Lippe-Route und begaben sich auf den Marsch nach Norden durch unübersichtliches, sumpfiges Waldgebiet.
Da Arminius aus seiner Dienstzeit in der Römischen Legion wußte, daß die Römer auf freiem Felde unbesiegbar waren, hatte er sie in die Wälder gelockt. Desweiteren hatte er seinerzeit als Legionär im Pannonischen Krieg selbst miterlebt, wie verwundbar die Römischen Legionen bei Angriffen aus dem Hintehalt waren. Daher attakierten seine Mannen das Römische Heer immer wieder in einer Art Guerillataktik, indem sie fortwährend die Unterstützungseinheiten, niemals aber die Streitmacht selber, angriffen. Man muß bedenken, daß die Streitmacht der Römer aus drei Legionen, sechs Auxiliarkohorten und drei Auxiliaralen bestand - insgesamt ein Tross von 25 - 30 km Länge! Geschwächt durch die fortwährenden Angriffe und den einsetzenden rauhen Herbst, erreichten die Römer das Wiehengebirge, mit dem Ziel sich nach Westen zum Rhein durchzuschlagen. Bei Kalkriese (Nähe Osnabrück) sollte dann an einem Engpaß die Entscheidungsschlacht erfolgen: die Römischen Legionen wurden vernichtend geschlagen und vollständig aufgerieben. Die wenigen Überlebenden begingen größtenteils Selbstmord.
In die Weltgeschichte ging auch der Ausruf des ersten Römischen Imperators, Gajus Octavianus, genannt Kaiser Augustus, ein: Quinctili Vare, legiones redde !  [Quinctilius Varus, gib mir die Legionen wieder !]

 


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