| Allgemeine Eckdaten |
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| Bezeichnung | Internationaler Hermannslauf |
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| Ort | Bielefeld |
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| Termin | Jedes Jahr am letzten Sonntag im April |
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| Marschleistung | 30,6 km durch hügeliges Gelände |
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| Thematik | • |
Lauf- und Wanderveranstaltung |
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Stecke führt entlang des Hermannsweges
von Detmold nach Bielefeld |
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| Teilnehmer | vorwiegend Läufer, aber auch Wanderer
& Walker Militärangehörige können auch mit Uniformtrageerlaubnis teilnehmen |
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| Teilnehmerzahl | über 8.000 Teilnehmer aus diversen
Nationen |
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| Teilnahmegebühr | Die Startgebühr beträgt incl.
Bustransfer (BI-DT) und Medaille: |
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| Zusätzlich kann man noch wählen: | ||||||||||||||||||
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| Kontakt |
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| Webadresse | ||||||||||||||||||
| Weitere Informationen |
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Diese Veranstaltung wird von der Deutschen
Bundeswehr nicht offiziell ausgeschrieben. Es ist jedoch problemlos möglich,
sich beim zuständigen VBK eine Uniformtrageerlaubnis erteilen zu
lassen, so daß man beim Hermannslauf auch im Feldanzug mitmarschieren
kann. |
Die Marschroute führt entlang des
Hermannsweges vom Hermannsdenkmal in Detmold bis zur Sparrenburg in Bielefeld
durch den Teutoburger Wald.
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| Historischer
Hintergrund |
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Arminius (heute unter dem Namen "Hermann der Cherusker"
bekannt) wurde zwischen 18 und 16 v. Chr. als Sproß des Ersten Cheruskischen
Fürstengeschlechts geboren. Zu jener Zeit wurde in Rom die Romanisierungspolitik
Germaniens eifrig vorangetrieben, so daß auch die Sippschaft des
Arminius die Römische Staatsbürgerschaft mit allen Privilegien
und Pflichten erhielt. Dies war zu jener Zeit die übliche Methode
Roms, die kriegerischen Stämme Germaniens an das Römische Reich
zu binden. Arminius diente als Praefectus in einer Auxiliar-Truppe des
Römischen Heeres, wodurch ihm nicht nur die lateinische Sprache vertraut
wurde, sondern auch die Funtionsweise der erfolgreichen Römischen
Legionen, ihre Stärken und Schwächen. Im Jahre 7 n. Chr. kehrte
Arminius in seine Heimat zurück, konnte die zerstrittenen germanischen
Stämme einen und verbündete sie schließlich zu einer Gemeinschaft
gegen die römische Fremdherrschaft. |
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Was nun folgte, war eine generalstabsmäßige
Vorbereitung der angestrebten Entscheidungsschlacht: die Germanen zettelten
immer wieder (fingierte) Rechtsstreitigkeiten an, welche dann von den
römischen Besatzern geschlichtet wurde, wofür man (aber nur
scheinbar) dankbar zeigte. Der oberbefehlshabende römische Legat
in Germanien, Publius Quinctilius Varus, wurde so mit der Zeit dermaßen
eingeschläfert, daß er zu vergessen schien, an der Spitze eines
Heeres zu stehen, nicht an der eines Gerichtshofes. So ist es nicht weiter
verwunderlich, daß dieser den erwarteten entscheidenen Fehler tätigte:
Als sich die Römischen Legionen im Jahre 9 n. Chr. von der Weser
in ihr Winterquartier nach Aliso an der Lippe begeben wollten, erreichte
sie die (ebenfalls fingierte) Nachricht eines Aufstandes im Norden. Wie
von Arminius erwartet, verließen die Legionen die gut ausgebaute
Lippe-Route und begaben sich auf den Marsch nach Norden durch unübersichtliches,
sumpfiges Waldgebiet. Da Arminius aus seiner Dienstzeit in der Römischen Legion wußte, daß die Römer auf freiem Felde unbesiegbar waren, hatte er sie in die Wälder gelockt. Desweiteren hatte er seinerzeit als Legionär im Pannonischen Krieg selbst miterlebt, wie verwundbar die Römischen Legionen bei Angriffen aus dem Hintehalt waren. Daher attakierten seine Mannen das Römische Heer immer wieder in einer Art Guerillataktik, indem sie fortwährend die Unterstützungseinheiten, niemals aber die Streitmacht selber, angriffen. Man muß bedenken, daß die Streitmacht der Römer aus drei Legionen, sechs Auxiliarkohorten und drei Auxiliaralen bestand - insgesamt ein Tross von 25 - 30 km Länge! Geschwächt durch die fortwährenden Angriffe und den einsetzenden rauhen Herbst, erreichten die Römer das Wiehengebirge, mit dem Ziel sich nach Westen zum Rhein durchzuschlagen. Bei Kalkriese (Nähe Osnabrück) sollte dann an einem Engpaß die Entscheidungsschlacht erfolgen: die Römischen Legionen wurden vernichtend geschlagen und vollständig aufgerieben. Die wenigen Überlebenden begingen größtenteils Selbstmord. In die Weltgeschichte ging auch der Ausruf des ersten Römischen Imperators, Gajus Octavianus, genannt Kaiser Augustus, ein: Quinctili Vare, legiones redde ! [Quinctilius Varus, gib mir die Legionen wieder !] |
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