Home

Hürtgenwald-Marsch


Allgemeine Eckdaten

Bezeichnung
Internationaler Hürtgenwald-Marsch

Ort
Kleinhau

Termin
Jedes Jahr am ersten Samstag im Oktober

Marschleistung
20, 25, 30 oder 40 km

Thematik
Erinnerung an die Schlacht im Hürtgenwald 1944
Gedenken der Opfer des Zweiten Weltkrieges

Teilnehmer Reservisten und aktive Soldaten der Bundeswehr
Soldaten der in Deutschland stationierten ausländischen Streitkräfte
Soldaten und Reservisten aus Belgien, Luxemburg und den Niederlanden
Polizei und BGS

Teilnehmerzahl
?

Teilnahmegebühr
keine

Webadresse
keine

 

Ausschreibungsdaten der Deutschen Bundeswehr

Ausschreibungsblatt Nr.
319-M

Teilnehmer
s.o.

Anzahl
keine Begrenzung

Leitung / Durchführung
VBK 31

Bekleidung / Ausrüstung
gemäß Richtlinien für Bekleidung (allg. Umdruck 37/3) Nr. 10216
es ist einheitlich der Feldanzug, Tarndruck zu tragen
Teilnehmer, die noch nicht mit Feldanzug, Tarndruck ausgestattet sind, haben diesen leihweise zu empfangen

Weiteres
Platzzuteilung VBK 31

 

Historischer Hintergrund

In der Nacht zum 06. Juni 1944 begann die größte Militäroperation der Geschichte - der Strurm auf die "Festung Europa". Überrascht von Ort und Zeitpunkt der Invasion, hatten die Deutschen Streitkräfte der Armada von 5.000 Schiffen, 400.000 Soldaten und Unmengen an Material nicht viel entgegenzusetzen, so daß es den Allierten bereits am ersten Tag gelang, einen Brückenkopf zu errichten. Bereits 96 Tage nach der Landung in der Normandie standen die allierten Truppen bereits auf der Linie "D+330", die eigentlich erst am 02. Mai 1945 erreicht werden sollte. Das schnelle Vorrücken der Streitkräfte bedingte, daß der Nachschub eine Versorgung der Fronttruppen nicht mehr gewährleisten konnte. Gemäß General Eisenhowers Strategie, erst dann vorzurücken, wenn der Nachschub vollständig gesichert war, geriet der Vormarsch im Raum Aachen ins Stocken.
Ziel der deutschen Verteidigungsstrategie war es, durch Stützung der Eiffel-Front einen allierten Durchbruch zum Rhein zu unterbinden, um so den Aufmarschraum für die in Planung befindliche Ardennenoffensive zu bewahren. Die Allierten dagegen wollten zwischen Aachen und Monschau im Hürtgenwald durchbrechen, die Höhen bei Schmidt zu nehmen, und die bei Monschau am Westwall verteidigenden Deutschen im Rücken fassen.
Am 06.10.1944 um 11:30 beginnt der Vormarsch der 9. US-Infantry-Division gegen die 275. deutsche Infantrie-Division auf der gesamten Breite des Angriffsgeländes in den Hürtgenwald. In diesem Waldgebiet gelang es jedoch kaum, Ziele für die alliierte Artillerie und Luftwaffe auszumachen. Die Allierten erleideten durch Baumkrepierer massive Verluste, während die Deutschen in ihren Stellungen weitgehend geschützt waren. So blieb der Angriff im Hürtgenwald bei Germeter stecken und die Höhen bei Schmidt blieben in deutscher Hand. Nach 10 Tagen erbitterten Kampfes sind beide Seiten so geschwächt, daß die Kampfhandlungen abflauen. Bilanz: Geländegewinn der Amerikaner 2,7 km, Verluste der Amerikaner 4.500 Mann, Verluste der Deutschen 3.200 Mann.
Am 26.10.1944 wurde die 9. US-Division von der 28. abgelöst, während die geschwächte deutsche 275. ausharren muß. Am 02.11.1944 um 09:00 wird der zweite Angriff auf den Hürtgenwald eingeleitet - aufgrund des Datums wird diese Schlacht auch als "Allerseelenschlacht" bezeichnet. Am 08.11.1944 brechen die Amerikaner ihren Angriff ab und ziehen die verbliebenen Truppenteile zurück. Von der 25.000 Mann starken 28. US-Infantrie-Division bleiben 6.000 auf dem Schlachtfeld zurück.
Am 16.11.1944 wird durch die 1. und 9. US-Armee eine Großoffensive im Hürtgenwald gestartet (Operation "Queen"). Ende November fallen Hürtgen und Kleinhau, weitere Städte folgen. Mit dem Beginn der Ardennenoffensive der Deutschen am 16.11. finden die Kämpfe im Hürtgenwald ihr vorläufiges Ende, werden nach Abwehren der Ardennenoffensive am 10.01.1945 wieder aufgenommen, bis am 08.02.1945 endlich Schmidt fällt, wodurch die Kämpfe im Hürtgenwald schließlich enden.
Auf amerikanischer Seite waren durch die Kämpfe im Hürtgenwald insgesamt 55.000 Mann zu beklagen, auf deutscher Seite 15.000.

 


Home