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Survivalhandbuch der RK 19 Bielefeld-Mitte

29. Selbstverteidigung und Co.

In einer Survivalsituation, ob als Soldat oder als Zivilist, musst du ständig damit rechnen, dein Leben oder, was noch häufiger ist, deinen Besitz verteidigen zu müssen oder die Gesundheit oder das Leben deiner Gegner in Gefahr zu bringen.

Dabei ist auch im Zivilleben, vor allem nachts in abgelegenen Gebieten und den Slums der Grossstädte, mit Überfällen zu rechnen. Sie kommen immer unerwartet, und du kannst ihnen nur mit ruhigem Verhalten begegnen. Die Räuber wollen dich nicht töten; denn sonst wärst du bereits tot.

Da dir dein Leben wichtiger ist als dein Besitz, trenne dich ohne zu zögern von ihm. Vermeide jeden Widerstand, schnelle Bewegungen und provokantes Verhalten. Auch wenn sie dich geschont haben: im Zweifelsfall ist für sie dein Leben wertlos, auch wenn du begreiflicherweise anderer Meinung bist.

Im folgenden rede ich nicht mehr vom Zivilleben, in dem der Gesetzgeber den Begriff der Notwehr (§32 Abs.2 StGB) und damit die  Verhältnismässigkeit der Mittel definiert hat. In einer Survivalsituation musst du dich in Bruchteilen von Sekunden entschliessen und handeln, ohne dass dir später in einem Prozess nach Monaten nachgewiesen wird, dass es illegal war, deinen Gegner überhaupt nur böse anzuschauen (Schwierige Kindheit, bedauernswerter Drogenabhängiger etc)!

Wohlgemerkt, ich stelle nicht den Begriff der Notwehr in Frage. Ohne ihn würden bald bei uns Zustände wie im Wilden Westen oder Ostsibirien herrschen. Ich stelle nur fest, dass in einer Survivalsituation das Strafgesetzbuch höchstens zum Feuer anzünden dienen wird.

Nur wenn du die Fähigkeit hast, den Angreifer in den ersten 5 Sekunden einschliesslich deiner Reaktionszeit kampfunfähig zu machen, und den Willen, deine Kenntnisse der Selbstverteidigung skrupellos anzuwenden, wirst du überleben. Es gilt dann: er oder ich; alles andere kannst du vergessen!

Mach niemals den Fehler, deinen Gegner zu unterschätzen. Lieber überschätze ihn!

Der Nahkampf ist immer gefährlich, besonders für den Ungeübten. Wenn du weder Zeit noch Gelegenheit hattest, z.B. in einer Kampfsportschule oder bei Y-Tours entsprechende Kenntnisse zu erwerben, musst du dich auf einige wenige, aber wirkungsvolle Techniken beschränken, die an den 7 schmerzempfindlichstenStellen des Körpers plaziert, deinen Gegner mit Sicherheit kampfunfähig machen, ohne ihn zu töten.

Schlage mit voller Kraft zu. Davon hängt dein Leben ab!

·         Hoden

·         Kehlkopf

·         Fingerstich in die Augen

·         Gleichzeitiger Schlag mit den flachen Innenseiten der Hände auf die Ohren

·         Fauststoss gegen die Nase

·         Schlag oder Stoss gegen den Solarplexus (2 fingerbreit unter dem Brustbein)

·         Halsschlagadern

Besonders gut erreichbar und äusserst verwundbar sind die Knie. Am erfolgreichsten von der Seite ausgeführt, aber auch von hinten oder vorn, macht ein harter Tritt oder Schlag deinen Gegner sofort kampfunfähig, tötet ihn aber nicht. Aber denke daran, wenn du treten musst: DU STEHST NUR AUF EINEM BEIN! Damit gibst du deinem Gegner Gelegenheit, sich 20 neue Dinge auszudenken, von denen mindestens 19 tödlich für dich sind.

Als Versprengter oder auf der Flucht muss es dein Bestreben sein, dem Gegner auszuweichen. Zwingt dich aber deine Situation, entweder deine Vorräte beim Gegner zu ergänzen oder durchzubrechen, musst du dich in das unmittelbare und bewachte Umfeld des Gegners begeben.

Die einfachste und sicherste Methode, einen Wachtposten geräuschlos töten, ist der Schlag mit  der Keule oder der Breitseite eines Handbeils.

Schlage mit aller Kraft

zwischen Kreuz und Lenden oder                                                                                         

zwischen die Schulterblätter unterhalb des Nackens.                        

Auch in der Dunkelheit kannst du diese Stellen leicht und sicher treffen.

Das alle klingt brutal und ist es auch, aber wer diese Tatsachen leugnet, lügt in die eigene Tasche! Merke dir: In einem bequemen Bürosessel ist es ein intellektuelles Spiel, vor Ort aber geht es um dein Leben, nicht um das des Sesselpupers!


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