Die Kenntnis und Beurteilung tierischer Fährten und Spuren ist im Survivalfall für die Nahrungsbeschaffung wichtig. Auch hier wird dir ein gewisses Vokabular aus der Jägersprache (NICHT der in Flecktarn) von Nutzen sein.
· Das Trittsiegel ist ein einzelner Fußabdruck des Tieres.
· Unter Trittbild versteht man die Abdrücke aller Füße und deren Stellung und typischen Abstände zueinander.
· Die Fährte ist die Gesamtheit mehrerer zusammengehöriger Trittbilder bei Hochwild, Rehwild und Schwarzwild.
· Das übrige Niederwild hinterlässt Spuren.
· Als Wechsel bezeichnet man einen mehr oder weniger ausgeprägten Pfad, der von Tieren regelmäßig begangen wird,
· Eine geschränkte Spur zeigt die Abstände zwischen rechtem und linkem Trittsiegel.
· Eine geschnürte Spur zeigt die Trittsiegel so, als wären sie hintereinander wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht.
· Die normale Gangart beim Wild ist das Ziehen, bei Hasen und Kaninchen das Hoppeln.
· Wird die Gangart beschleunigt, nennt man das Flüchten.
Ausser den Eindrücken durch die Läufe, die Beines des Tieres, hinterlassen Tiere auch noch sonstige Spuren, die Rückschlüsse auf Art und Verhalten zulassen:
· Kratzspuren,
· Scharrspuren,
· Nahrungs- und Beutereste,
· Haare und Federn,
· Gewölle,
· Kot,
· Bauten und Nester.
Für eine ausführliche Einweisung in das Spurenlesen verweise ich auf unser Handbuch Tracking – Ein Leitfadenfür Reservisten, Förderer und Gäste der RK 19.