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Trackinghandbuch der RK 19 Bielefeld-Mitte

1. Eine kleine Einführung

Mach in deinem eigenen Interesse nicht den Fehler, Spurenlesen a´la Karl May in das Reich dichterischer Freiheit zu verweisen; trotzdem all das, was der Gute im stillen Kämmerlein zu diesem Thema geschrieben hat, er schlicht und ergreifend abgekupfert hat!! Aber recht hatte er, der Charly, mit seinen Spuren!

Spuren lesen und auswerten, wir benutzen hier den Begriff „Tracking“, war und ist für alle Naturvölker ein absolutes Muß im täglichen Überlebenskampf, auch heute noch. Für den „modernen“ Menschen ist diese Fähigkeit so in den Hintergrund getreten, daß er gar nicht mehr wahrnimmt, wer sich heute dieser Fähigkeiten und Kenntnisse bedient. Abgesehen vom Naturfreund, machen die Kameraden der Kriminalpolizei im Prinzip ja auch nichts anderes als der Buschmann in der Kalahari, nur mit anderen Methoden. Oder nimm die Berg- und Höhlenrettungsdienste: Auch sie sind auf das Lesen und Auswerten von Spuren angewiesen. Daß Berufsjäger diese Fähigkeiten beherrschen müssen, versteht sich von selbst.

Wie wichtig Tracking sein kann, hat sich im Jahre 2000 bei der Fahndung nach den Herren Zurwehme und Schmökel gezeigt. Nach Meinung des Autors haben die Hundertschaften von Polizei und BGS, die in dicht gedrängten Reihen Maisfelder und Wälder durchkämmten, die Spuren vernichtet, die es einem Tracker ermöglicht hätten, wesentlich schneller zur Festnahme der Gesuchten zu kommen. Hier hat es sich gezeigt, daß High-Tec und ein Massenaufgebot von Menschen nicht immer das Non plus Ultra sind. Andererseits muß man die suchenden Kameraden in Schutz nehmen: sie konnten natürlich aufgrund ihrer Ausbildung keine Ahnung vom Tracken haben, und das betrifft alle Dienstgrade!

Und damit kommen wir zum ehrenwerten Beruf des Soldaten.

Das militärische Tracking seit dem 2. Weltkrieg gibt uns zahlreiche Beispiele für die Anwendung dieser uralten Kunst. Mensch verfolgt Mensch, entweder um Informationen zu bekommen oder um zu töten. Gerade in der Nachkolonialzeit mit ihren verdeckten Kampfeinsätzen wurden Tracker eingesetzt. Leider wurden nach dem Abflauen der Konflikte viele dieser Einheiten aufgelöst und deren Kenntnisse gingen verloren. Nur die Neuseeländische SAS besaß zunächst einmal die Voraussicht, Tracking als Bestandteil der Ausbildung beizubehalten. Heute kann man davon ausgehen, daß alle Eliteeinheiten darin ausgebildet werden.

Wenn ich hier von Lehrern, Schülern oder Spielen schreibe, hat das immer einen militärischen Hintergrund, dieses Handbuch wendet sich ja in erster Linie an den Reservisten als Soldaten.

Ziehen wir also unseren Nutzen daraus: Im Survivalfall hilft uns das ungemein!

Dieser Leitfaden ist nur zum Gebrauch bei der RK Bielefeld-Mitte bestimmt.


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